Großes Medley zur Filmmusik aus Fluch der Karibik arrangiert von John Wasson

Großes Medley zur Filmmusik aus Fluch der Karibik arrangiert von John Wasson
Musik zu Fluch der Karibik - Pirates of the Caribbean (Symphonic Suite)

Der Fluch der Karibik ist zweifelsohne eines der größten Kinohighlights seit der Jahrhundertwende, die Filmmusik heimste gleich mehrere Preise ein. Bei diesem Soundtrack Medley kommen gehobene Mittel- und Oberstufenorchester voll auf Ihre Kosten. Knapp 7 Minuten Hochspannung verspricht das gelungene und authentische Arrangement von John Wasson.

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Pirates of the Caribbean (Symphonic Suite)Komponist: Klaus Badelt
Arrangeur: John Wasson
Grad: 4 (schwer)
Verlag: Hal Leonard
Preis: ca. 96,- €
Miniscore: Jetzt herunterladen

Informationen zum Arrangement von John Wasson

Ein wirklich tolles Arrangement das neben den bekannten Parts auch weniger oft gehörte Ausschnitte aus dem Film bietet. Die Musik zum Film "Fluch der Karibik" macht vor allem den jungen Musikern immer wieder Spaß, sogar die kleinsten kennen schon die Abenteuer von Cäpt'n Jack Sparrow und haben daran viel Freude, daher ist es nicht weiter verwunderlich das es für die verschiedenen Leistungsstufen der Musikkapellen auch verschiedene Arrangements gibt.

Volle Blasmusikbesetzung (Harmoniemusik) allerdings wie bei ausländischen Arrangements üblich ohne Tenor- und Flügelhorn.

Inhalt

  • The Medallion Calls
  • To the Pirates Cave
  • He's a Pirate
  • The Black Pearl
  • One Last Shot

Die Zusammenstellung der einzelnen Titel kann man nur als sehr passend betiteln. Der Opener "The Medaillon Calls" gibt dem Publikum gleich das Gefühl im Film zu sein und führt die passenden Filmszenen direkt vor das geistige Auge. Zudem kann sich das Orchester hier erstmal schön in das Stück einstimmen und sich für die schwierigeren Passagen des Stückes vorbereiten.

Die kommen dann auch gleich als Nächstes bei "To the Pirates Cave". Für die Musiker sicher der Teil der am meisten Aufmerksamkeit benötigt. Man sollte hellwach sein und kann sich ein kleines bisschen als Teil eines großen Filmmusikorchesters fühlen. 

Mit "The Black Pearl" kehrt das Haupthema in sehr ruhiger und monumentaler Variation wieder zurück, für das Publikum ist hier der Punkt sich nach dem etwas anspruchsvolleren Teil von "To the Pirates Cave" wieder etwas zu erholen und das charakteristische Schiff mit den schwarzen Segeln durch die Karibik schippern zu lassen.

"He's a Pirate"! Was soll man dazu noch sagen? Tausende Klavierschüler haben dieses Thema aufgrund einfacher Bearbeitungen schon gespielt, jedes Schulorchester hat seine Adaption davon aufgeführt und kaum ein Musiker ist nicht irgendwann mal mit dieser Musik konfrontiert worden. Um hier das Originaltempo zu erreichen, kommt man schon gehörig ins Schwitzen. Ein wirklich fulminanter Schlusspunkt der dem Zuhörer noch lange nach dem Konzert im Gedächtnis bleibt.

Besetzung zu Pirates of the Caribbean (Fluch der Karibik) von John Wasson
Besetzung zu Pirates of the Caribbean (Fluch der Karibik) von John Wasson
Besetzung zu Pirates of the Caribbean (Fluch der Karibik) von John Wasson
Besetzung zu Pirates of the Caribbean (Fluch der Karibik) von John Wasson
 

Wie so oft bei sehr populärer Musik macht die Aufführungsüberflutung auch vor dem Fluch der Karibik nicht halt. Erfolgreiche Musiktitel werden heutzutage nicht mehr zelebriert, sondern ausgeschlachtet. In allen Schwierigkeitsgraden gibt es Bearbeitungen zu dieser Filmmusik und jeder Musiker wünscht sich das auch mal zu spielen, tausende von Videos dieser Aufführungen gelangen ins Netz, bis man es irgendwann nicht mehr hören kann. Orchester die diese Musik noch nicht aufgeführt haben lassen dann auch lieber die Finger davon. Aber! Gerade wenn man wieder regionaler denkt, das Internet aus dem Kopf ausblendet, stellt man sicherlich fest: "Also unser Stammpublikum kennt das sicher noch nicht." Das ist dann der Punkt, der eine Aufführung wieder rechtfertigt. Wenn die Musiker also einverstanden sind steht einer Aufführung dieses Soundtracks sicher nichts im Wege. Es wird vielmehr das Repertoire und vor allem auch die Fähigkeiten der Musiker erweitern, und darauf kommt es im Endeffekt doch auch an. Wir haben eine leichtere Adaption schon mit dem Jugendblasorchester gespielt und es ist bei den jungen Musikern auch sehr beliebt. Wenn man sich die einzelnen Titel des Soundtracks auf Youtube so anhört bekommt man aber schon richtig Lust das auch im großen Orchester umzusetzen. Der Soundtrack hat trotz aller Kritik und Mainstreamvorwürfen eine starke Anziehungskraft.

Medien zu "Pirates of the Caribbean" (Arr. John Wasson)

Videos

Wir haben auf Youtube ein paar sehr schöne Videos zu diesem Arrangement gefunden. Beide sind sehr gute Beispiele wie es am Ende klingen soll.

 
Man hört und sieht, das Arrangement verlangt viel Feingefühl, viel Spaß beim Proben, es lohnt sich.

Hintergrundinformationen zum Soundtrack zu Fluch der Karibik

Alan Silvestri war zuerst als Komponist engagiert worden, er hatte allerdings Meinungsverschiedenheiten mit dem Produzenten Jerry Bruckheimer. Daher verließ er das Projekt recht früh. Regisseur Gore Verbinski wandte sich an Hans Zimmer. Der war aber in den Soundtrack zu Last Samurai involviert und hatte versprochen keine anderen Projekte anzunehmen. Hans Zimmer schlug daher den zu der Zeit noch recht unbekannten deutschen Komponisten Klaus Badelt vor.

Klaus Badelt ist im Film als alleiniger Komponist in den Credits genannt, aufgrund des knappen Zeitplans waren aber mehrere Komponisten an der Musik beteiligt, unter anderem natürlich auch Hans Zimmer. Es heißt, Hans Zimmer hätte die Melodie in einer einzigen Nacht komponiert und Klaus Badelt eine synthetisierte Demo mit Themen und Motiven des Soundtracks an die Hand gegeben. 

Wie schon erwähnt war der Zeitplan sehr knapp, nur 3 Wochen standen dem Team für den Soundtrack zur Verfügung. Das wirkte sich auch auf die Aufnahmen aus. Die kleine Besetzung des Orchesters und der große Zeitdruck führten dazu das Badelt die Aufnahmen mit seinem Team digital überarbeitete. Viele Teile der Filmmusik wurden aus Samples zusammengefügt. Aufnahmen eines Londoner Chors sowie digitale Soundeffekte ließen Badelt dann den knappen Zeitplan doch noch einhalten.

Der Soundtrack wurde ein riesiger Erfolg. Das Hauptthema gehört zu den bekanntesten der Filmmusikgeschichte. Die Musik zu Fluch der Karibik wurde auch bei den Olympischen Winterspielen, bei Skisprung Veranstaltungen, in der Champions-League und anderen Sportevents eingesetzt.

Der Soundtrack steht auch stark in der Kritik, weil zum einen klar zu hören ist, das Klaus Badelt hier nicht federführend war. Die Musik klingt von vorne bis hinten eindeutig nach Hans Zimmer und seinem Team. Weiterhin wird kritisiert, dass die Musik einem Piratenfilm nicht angemessen ist, sondern eher im Action Thriller Bereich angesiedelt werden müsste. Auch die Aufnahmen sehen viele sehr skeptisch. Was im Film noch gut ankommt, kommt vielen auf der CD wie Synthesizerdemos vor.  Diese Kritik resultiert natürlich aus dem knappen Zeitplan für den Soundtrack und ist auch berechtigt. Dennoch sollte man Bedenken das sowohl Klaus Badelt als auch Hans Zimmer sehr gerne mit synthetischen Klängen arbeiten.

Hört man sich mal die Filmmusik von Hans Zimer aus dem Film Crimson Tide an, kommen einem schon Zweifel, ob die Musik zu Fluch der Karibik für einen Piratenfilm geschrieben wurde oder nicht beliebig austauschbar ist. Man fühlt sich auch irgendwie unweigerlich an den Blockbuster "The Rock" erinnert, wenn man die Musik losgelöst vom Film hört. Dass viele Themen des Films "Fluch der Karibik" so sehr zum Ohrwurm wurden und auch in der Popkultur großen Anklang fanden, liegt dann doch sehr an der schauspielerischen Leistung von Johnny Depp. Wenn man sich als Blasmusiker mal bekannte Szenen aus dem Film, mit dem Titel "Adventure!" von Markus Götz vorstellt, wird man zu dem Schluss kommen, dass es mindestens genauso passen könnte und würde.

Ein weiterer Punkt ist natürlich dem Umstand geschuldet, dass man die Themen ja irgendwie schon kennt. Ist ja auch kein Wunder. Viele Motive hat Zimmer ja schon irgendwo erfolgreich eingesetzt und auch die Inspiration bei Wagner und Williams tut den Hörgewohnheiten der breiten Masse sehr gut. 

Trotzalledem oder gerade deswegen, wurde der Soundtrack ein Riesenerfolg und ist sehr charakteristisch für den Film. Klaus Badelt hat es zum großen Durchbruch verholfen. Die vielen missverständlichen Informationen waren allerdings nicht gerade förderlich, so ist auf den ersten Ankündigungsplakaten noch der Name 'Alan Silvestri' zu lesen. Im Film selbst steht Klaus Badelt im Abspann und auf manchen Plakaten stand sogar auch Hans Zimmer als Komponist. 

Im Capriccion Kulturforum gibt es eine interessante Diskussion über den Soundtrack. Phänomen "Fluch der Karibik": Ein Soundtrack wird zur Popkultur